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Südafrikas lokale Bürstenmarken florieren: Pflanzenbasierte Borsten erschließen den umweltbewussten Markt

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  • 2025-11-01 01:32:04

Südafrikas lokale Bürstenmarken florieren: Pflanzenbasierte Borsten erschließen den umweltbewussten Markt

Südafrikas Schönheitsindustrie erlebt eine stille Revolution: Lokale Make-up-Pinselmarken rücken ins Rampenlicht, angetrieben durch eine wachsende Nachfrage nach Nachhaltigkeit und einen Wandel hin zu einheimischen Innovationen. Jahrzehntelang war das Land stark auf importierte Pinsel angewiesen – oft aus synthetischen Nylonborsten oder Tierhaaren –, doch heute verändert eine neue Welle einheimischer Marken die Spielregeln, und ihre Geheimwaffe? Borsten auf pflanzlicher Basis.

South Africa’s Local Brush Brands Thrive: Plant-Based Bristles Tap Into Eco-Conscious Market-1

Diese aufstrebenden Marken, von Green Bristle Co. aus Kapstadt bis hin zu Local Lush Brushes aus Johannesburg, verzichten auf traditionelle Materialien und setzen auf natürliche, biologisch abbaubare Alternativen. Denken Sie an Bambusfasern, Fasern aus Kokosnussschalen und Borsten auf Maisstärkebasis – Materialien, die vor Ort, oft von Kleinbauern, bezogen werden und mit Südafrikas reichem landwirtschaftlichen Erbe und globalen umweltbewussten Trends übereinstimmen. „Wir haben eine Lücke gesehen“, sagt Lindiwe Moyo, Gründerin von Bushveld Beauty Brushes, einer Marke, die 2021 eingeführt wurde. „Verbraucher fragten nach Produkten, die den Planeten nicht schädigten, aber es gab nur wenige lokale Optionen. Jetzt füllen wir diese Lücke.“

Der Aufstieg pflanzlicher Borsten

Pflanzenbasierte Borsten bieten einen doppelten Vorteil: Sie sind umweltfreundlicher und wurzeln in der Gemeinschaft. Im Gegensatz zu synthetischem Nylon (dessen Zersetzung Jahrhunderte dauern kann) oder Tierhaaren (die mit ethischen Bedenken verbunden sind) nutzen pflanzliche Optionen erneuerbare Ressourcen. Green Bristle Co. verwendet beispielsweise Bambus, der auf Farmen in KwaZulu-Natal geerntet wird – schnell wachsend, frei von Pestiziden und zur Unterstützung von mehr als 20 Familien vor Ort. „Unser Bambus wird nachhaltig geschnitten, sodass die Pflanze schnell nachwächst“, erklärt Mitbegründer Thabo Nkosi. „Und indem wir direkt mit den Landwirten zusammenarbeiten, vermeiden wir Zwischenhändler und sorgen dafür, dass die Gewinne in der Gemeinschaft bleiben.“

South Africa’s Local Brush Brands Thrive: Plant-Based Bristles Tap Into Eco-Conscious Market-2

Andere Marken werden bei der Abfallreduzierung kreativ. Local Lush Brushes verwandelt Kokosnussschalen – Nebenprodukte der Kokosnussölindustrie in Westkap – in weiche, flauschige Borsten, die sich ideal für flüssige Grundierungen eignen. „Kokosnussschalen wurden einst verbrannt oder entsorgt“, sagt Gründerin Zanele Peters. „Heute sind sie unser Starmaterial. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft.“

Erschließung des umweltbewussten Marktes

Dieser Wandel könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Der Öko-Beauty-Sektor in Südafrika boomt. In einem Bericht von African Beauty Insights aus dem Jahr 2023 heißt es, dass 68 % der lokalen Verbraucher beim Kauf von Make-up-Tools inzwischen Wert auf „nachhaltige Verpackungen“ und „natürliche Inhaltsstoffe“ legen. Vor allem jüngere Käufer liegen an der Spitze: Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens EcoBeauty Analytics geben 73 % der 18- bis 35-Jährigen an, dass sie für öko-zertifizierte Produkte 10 bis 15 % mehr bezahlen würden.

Lokale Marken profitieren von dieser Nachfrage. Das meistverkaufte „EcoGlow-Set“ von Green Bristle Co. – bestehend aus fünf Bürsten mit Bambusborsten und recycelbarer Kartonverpackung – hält mittlerweile 15 % des Premium-Bürstenmarktes in Südafrika, gegenüber 3 % im Jahr 2022. „Verbraucher kaufen nicht nur eine Bürste, sie kaufen eine Geschichte“, sagt Nkosi. „Sie möchten sicher sein, dass ihr Kauf lokale Arbeitsplätze und den Planeten unterstützt.“

Mit Innovation Hürden überwinden

Natürlich sind pflanzliche Borsten nicht ohne Herausforderungen. Frühe Versionen hatten Probleme mit der Haltbarkeit: Bambusfasern beispielsweise waren zu weich für Pulverprodukte, während Borsten aus Kokosnussschalen leicht ausfransten. Aber Marken sind innovativ. Local Lush Brushes vermischte Kokosnussschalen mit Filamenten aus recycelter Maisstärke, um festere, langlebigere Borsten zu schaffen. „Es hat 18 Monate gedauert, bis wir getestet haben“, gibt Peters zu, „aber jetzt überdauern unsere Pinsel viele Kunststoffe.“

Auch die staatliche Unterstützung war von entscheidender Bedeutung. Der südafrikanische Green Industry Fund bietet Zuschüsse für Marken, die zu über 80 % lokale nachhaltige Materialien verwenden, wodurch die Produktionskosten um 20–25 % gesenkt werden. „Mit dieser Subvention konnten wir skalieren“, sagt Moyo über Bushveld Beauty Brushes, das mittlerweile 12 Kunsthandwerker in Gauteng beschäftigt.

Blick nach vorn

Da der weltweite Öko-Beauty-Markt bis 2027 voraussichtlich 25,1 Milliarden US-Dollar erreichen wird (Grand View Research), streben Südafrikas lokale Pinselmarken nach einer Expansion. EcoGroom SA, ein in Durban ansässiges Label, exportiert bereits nach Namibia und Botswana, während Green Bristle Co. mit EU-Einzelhändlern verhandelt. „Wir sind nicht nur ein lokaler Erfolg – ​​wir sind eine Blaupause“, sagt Nkosi. „Nachhaltigkeit muss keine Nische sein; sie kann die Zukunft der Schönheit sein.“

Da die Verbraucher zunehmend mit ihrem Geldbeutel abstimmen, ist von der Revolution der pflanzlichen Bürsten in Südafrika keine Spur

Sozialer Anteil