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Beauty-Einzelhändler im Nahen Osten expandieren: In den Bürstenabteilungen werden lokale und internationale Borstenmarken angeboten
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- 2025-11-08 01:31:34
Beauty-Einzelhändler im Nahen Osten expandieren: In den Bürstenabteilungen werden lokale und internationale Borstenmarken angeboten
Der Beauty-Einzelhandelssektor im Nahen Osten erlebt eine bemerkenswerte Expansion, wobei große Player wie Sephora, Lifestyle und regionale Ketten wie Splash Beauty die Eröffnung von Geschäften beschleunigen und das Ladenerlebnis neu gestalten. Inmitten dieses Wachstums ist eine einst übersehene Kategorie zu einem Schwerpunkt geworden: Make-up-Pinselabschnitte. Diese Bereiche sind nicht mehr auf kleine, kleine Ecken beschränkt, sondern präsentieren nun eine dynamische Mischung aus lokalen Borstenmarken und globalen Namen, die die sich verändernden Verbraucheranforderungen und einen reifenden Markt widerspiegeln.
Der Aufstieg lokaler Borstenmarken
Lokale Pinselmarken aus dem Nahen Osten erfreuen sich aufgrund ihres tiefen Verständnisses regionaler Schönheitsbedürfnisse zunehmender Beliebtheit. Im Gegensatz zu generischen internationalen Produkten legen diese einheimischen Marken Wert auf Funktionalität, die auf die Make-up-Gewohnheiten des Nahen Ostens zugeschnitten ist – denken Sie an dichte, hochflorige Borsten, die für schwere Grundierung und Konturierung entwickelt wurden und in der Schönheitsroutine des Nahen Ostens unverzichtbar sind. Beispielsweise hat das in Dubai ansässige Unternehmen „Desert Lush Brushes“ synthetische Borstenmischungen mit einer um 20 % höheren Faserdichte als Standardpinsel entwickelt, um sicherzustellen, dass sie dicke, in der Region übliche Grundierungen auf Ölbasis greifen.

Halal-Konformität ist ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Da 78 % der Schönheitskonsumenten im Nahen Osten Halal-zertifizierte Produkte bevorzugen (laut einem Nielsen-Bericht aus dem Jahr 2023), verzichten lokale Marken wie „Oasis Bristles“ auf Materialien tierischen Ursprungs, verwenden im Labor getestete synthetische Fasern und stellen sicher, dass die Produktionsprozesse den islamischen Richtlinien entsprechen. Dieser Fokus auf kulturelle Relevanz hat dazu beigetragen, dass Marken von Make-up in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien 35 % des mittelgroßen Make-up-Pinselmarkts erobern, gegenüber 18 % im Jahr 2019.
Internationale Marken passen sich an und gedeihen
Auch globale Giganten engagieren sich in der Region. Marken wie Sigma Beauty und Real Techniques haben ihre Präsenz im Nahen Osten ausgebaut, während Luxuslabels wie Charlotte Tilbury inzwischen 15 % ihrer Ladenauslagen Bürstenkollektionen widmen. Um lokal Anklang zu finden, passen sich internationale Marken an: Sigma hat beispielsweise eine „Desert Collection“ mit hitzebeständigen Bürstengriffen auf den Markt gebracht (wichtig in Hochtemperaturklima) und hat sich mit der saudischen Beauty-Influencerin Lama Al-Sulaiman für lokalisierte Tutorials zusammengetan.

Ihr Vorsprung liegt in der technischen Innovation. Internationale Marken nutzen fortschrittliche Borstentechnologien – wie ultrafeine synthetische Fasern (0,05 mm Durchmesser) für nahtloses Mischen und antimikrobielle Beschichtungen –, um Premiumpreise zu rechtfertigen. Eine Verbraucherumfrage von WGSN aus dem Jahr 2024 ergab, dass 62 % der Käufer im Nahen Osten internationale Bürsten mit „überlegener Haltbarkeit“ assoziieren – eine Wahrnehmung, die globale Marken gerne durch Vorführungen im Geschäft und KOL-Kooperationen untermauern möchten.
Hinter der Expansion: Nachfrage, Differenzierung und Lieferketten
Dieser Bürstenbereichsboom ist auf drei Schlüsseltrends zurückzuführen. Erstens Verbraucheraufklärung: Social Media hat Make-up-Tools zu „Must-haves“ gemacht. Plattformen wie TikTok und Instagram Reels, auf denen Schönheitskünstler aus dem Nahen Osten über 500 Millionen gemeinsame Follower haben, verdeutlichen, wie Pinsel langlebige, kamerataugliche Looks hervorheben – entscheidend für regional beliebte Veranstaltungen wie Hochzeiten und Ramadan-Versammlungen.
Zweitens: Einzelhandelswettbewerb. Während Kosmetikketten um Marktanteile kämpfen, dienen kuratierte Pinselbereiche als „Zielkategorie“ und steigern den Fußgängerverkehr. Sephora in der Mall of the Emirates in Dubai beispielsweise meldete einen Anstieg der Wochenendbesucherzahlen um 40 %, nachdem es 2023 seine „Brush Bar“ auf den Markt brachte, in der Kunden die Weichheit der Borsten und die Mischleistung testen.
Drittens: Fortschritte in der Lieferkette. Lokale Marken greifen nun über regionale Lieferanten auf hochwertige synthetische Borstenmaterialien zurück, wodurch sich die Produktionszeit von 3 Monaten auf 6 Wochen verkürzt. Inzwischen haben internationale Marken wie Fenty Beauty ihre Produktion in die Türkei und nach Ägypten verlagert, um die Versandkosten zu senken und eine schnellere Wiederauffüllung der meistverkauften Pinsel zu ermöglichen.
Die Zukunft: Zusammenarbeit statt Konkurrenz
Anstatt miteinander in Konflikt zu geraten, schaffen lokale und internationale Marken ein symbiotisches Ökosystem. Lokale Labels dominieren die Preisspanne von 50–150 AED (13–41 $), während globale Namen im Segment über 200 AED führen. Dieser abgestufte Ansatz hat den Gesamtmarkt erweitert: Der Umsatz mit Make-up-Pinseln im Nahen Osten stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 28 % und übertraf damit laut Euromonitor den weltweiten Durchschnitt von 19 %.
Für Borstenhersteller ist die Botschaft klar: Innovationen bei synthetischen Fasern (z. B. biologisch abbaubare Optionen, hitzebeständige Mischungen) und die Ausrichtung auf regionale Werte (Halal, Haltbarkeit) werden der Schlüssel zur Erreichung dieses Wachstums sein. Während der Schönheitseinzelhandel im Nahen Osten weiter expandiert, sind seine Pinselabteilungen ein Beispiel dafür, wie lokale Erkenntnisse und globales Fachwissen gemeinsam eine Kategorie neu definieren können.
