Seit:2001

Mexikos Bürstenindustrie geht Partnerschaften mit US-Einzelhändlern ein: Nearshore-Lieferketten verkürzen die Lieferzeit für Borsten

  • 621 Aufrufe
  • 2025-11-22 01:32:21

Mexikos Bürstenindustrie und US-Einzelhändler: Wie Near-Shore-Lieferketten die Lieferzeit für Borsten verkürzen

In der Zeit nach der Pandemie erleben die globalen Lieferketten eine stille Revolution. Während sich US-Einzelhändler mit der Unvorhersehbarkeit der asiatischen Langstreckenbeschaffung herumschlagen – denken Sie an Hafenüberlastungen, 40-tägige Verspätungen und steigende Containerkosten – wenden sich viele nach Süden. Mexiko hat sich mit seiner Nähe, seiner handelsfreundlichen Politik und seiner wachsenden Fertigungskompetenz zu einem wichtigen Near-Shore-Partner entwickelt. Nirgendwo ist dieser Wandel greifbarer als in der Kosmetikpinselindustrie, wo eine wachsende Zusammenarbeit zwischen mexikanischen Pinselherstellern und US-amerikanischen Kosmetikhändlern die Lieferfristen für Borsten neu definiert.

Die Zahlen sprechen für sich: Eine Umfrage der American Cosmetics Retailers Association (ACRA) aus dem Jahr 2024 ergab, dass 68 % der US-Kosmetikketten ihre Near-Shore-Beschaffung für Kosmetikwerkzeuge gesteigert haben, gegenüber 32 % im Jahr 2019. Im Mittelpunkt dieses Trends steht der Bürstensektor Mexikos, der nach Angaben des Nationalen Verbands der Kosmetikhersteller Mexikos (ANFAC) seit 2022 120 Millionen US-Dollar in Borstenverarbeitungsanlagen investiert hat. Für US-Einzelhändler wie Ulta Beauty und Sephora ist der Gewinn gewaltig: Die Lieferzeiten von Bristle sind von 45–50 Tagen (typisch für asiatische Lieferanten) auf nur 7–10 Tage durch grenzüberschreitenden LKW-Transport gesunken.

Warum Mexiko? Nähe ist der Grundstein. Mexiko liegt nur 1.800 Meilen von wichtigen US-Vertriebszentren wie Dallas und Los Angeles entfernt und vermeidet so die logistischen Albträume der transpazifischen Schifffahrt. Aber es ist mehr als nur Geographie. Durch das USMCA-Handelsabkommen werden Zölle auf 95 % der Waren zwischen den beiden Ländern abgeschafft, wodurch die Kosten für den Import von synthetischen und natürlichen Borsten gesenkt werden – ein entscheidender Faktor, da Borstenmaterialien 35 % der Produktionskosten eines Kosmetikpinsels ausmachen. Darüber hinaus reduzieren gemeinsame Zeitzonen und kulturelle Ausrichtung die Kommunikationsverzögerung, wobei mexikanische Hersteller laut einer Studie von Supply Chain Dive aus dem Jahr 2023 40 % schnellere Auftragsanpassungen im Vergleich zu asiatischen Pendants melden.

Mexico’s Brush Industry Partners with U.S. Retailers: Near-Shore Supply Chains Cut Bristle Delivery Time-1

Für Mexikos Bürstenindustrie ist die Partnerschaft transformativ. Früher konzentrierten sich die örtlichen Fabriken auf eine kostengünstige Montage, doch nun rüsten sie dank der Investitionen von US-Einzelhändlern auf die High-Tech-Borstenverarbeitung um. Nehmen Sie Grupo Pinceles, einen in Guadalajara ansässigen Hersteller: Mit einer Finanzspritze von 15 Millionen US-Dollar von einem US-Einzelhandelskonsortium installierte das Unternehmen im Jahr 2023 automatisierte Borstensortiermaschinen, steigerte die Produktion um 50 % und senkte die Fehlerquote auf 0,3 % – auf Augenhöhe mit den führenden asiatischen Herstellern. „Wir sind nicht länger nur eine Option für billige Arbeitskräfte“, sagt CEO Maria Gonzalez. „Wir sind ein verlässlicher Partner.“

Mexico’s Brush Industry Partners with U.S. Retailers: Near-Shore Supply Chains Cut Bristle Delivery Time-2

Die Auswirkungen wirken sich auch über die Lieferzeiten hinaus aus. US-Einzelhändler verzeichnen einen Anstieg der Lagerumschlagsraten um 25–30 %, da kürzere Vorlaufzeiten es ihnen ermöglichen, schneller auf virale TikTok-Make-up-Trends oder saisonale Anforderungen (denken Sie an „Glow“-Pinselsets für den Sommer) zu reagieren. Für Verbraucher bedeutet dies weniger Fehlbestände und frischere Pinsel von höherer Qualität, da die Borstenschädigung durch längere Lagerung minimiert wird. Unterdessen erreichten Mexikos Pinselexporte in die USA im Jahr 2023 nach Angaben des mexikanischen Wirtschaftsministeriums 420 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 45 % gegenüber dem Vorjahr, was das Land nach China zum zweitgrößten Lieferanten von Kosmetikpinseln in die USA macht.

Mit Blick auf die Zukunft könnte sich die Zusammenarbeit vertiefen. Brancheninsider gehen davon aus, dass US-Einzelhändler auf vertikal integrierte Near-Shore-Lieferketten drängen werden, wobei mexikanische Fabriken auf maßgeschneiderte Borstenmischungen (z. B. vegane synthetische Fasern) und On-Demand-Produktion expandieren werden. „Bei Nearshore geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Agilität“, bemerkt David Chen, Supply Chain Director bei einer großen US-amerikanischen Kosmetikmarke. „In einer Zeit, in der ein virales Make-up-Tutorial die Regale über Nacht leeren kann, ist eine 7-Tage-Lieferung der Borsten kein Luxus, sondern Überleben.“

Letztendlich schreiben die mexikanische Bürstenindustrie und US-Einzelhändler die Regeln der globalen Beschaffung neu und beweisen damit, dass die beste Innovation in der Lieferkette manchmal nur eine kurze Fahrt weiter südlich liegt.

Sozialer Anteil