Seit:2001

Brasiliens Bürstenexporteure sind mit Zollerhöhungen konfrontiert: Umstellung auf hochwertige synthetische Borsten, um die Kosten auszugleichen

  • 802 Aufrufe
  • 2025-11-27 01:31:58

Brasiliens Bürstenexporteure bewältigen Zollerhöhungen: Der Aufstieg hochwertiger synthetischer Borsten als Kostenausgleich

Brasiliens Exporteure von Make-up-Pinseln sehen sich einem beispiellosen Kostendruck ausgesetzt, da steigende Zölle in wichtigen Exportmärkten die ohnehin geringen Gewinnmargen schmälern. Branchendaten zufolge sind Brasiliens Exportzölle auf Kosmetikpinsel in die EU, die USA und einige südostasiatische Länder seit 2023 um durchschnittlich 15–20 % gestiegen. Unter anderem sind die Zölle auf dem EU-Markt von zuvor 8 % auf 18 % gestiegen, was direkt zu einem Anstieg der Exportkosten um etwa 12 % geführt hat. Für brasilianische kleine und mittlere Exporteure, die auf Niedrigpreisstrategien setzen, schwächt dieser Wandel nicht nur die preisliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern zwingt die Unternehmen auch dazu, ihre Produktstrukturen zu überdenken, und die Hinwendung zu hochwertigen synthetischen Bürstenfilamenten ist zu einem Schlüsselweg zum Durchbruch geworden.

Brazil’s Brush Exporters Face Tariff Hikes: Shift to High-Value Synthetic Bristles to Offset Costs-1

Die Auswirkungen steigender Zölle sind mehrdimensional. Der Bericht des brasilianischen Kosmetikverbandes (ABIHPEC) für das erste Quartal 2024 wies darauf hin, dass die Exporte des Landes von Kosmetikpinseln im Jahresvergleich um 9,3 % zurückgingen, wobei das Exportvolumen preisgünstiger Tierpinselprodukte stark um 15 % zurückging. Traditionell verlassen sich brasilianische Exporteure auf lokale Tierhaarressourcen in Südamerika (z. B. Pferdehaar und Ziegenhaar), die relativ kostengünstig sind. Allerdings ist die Lieferkette für Tierhaare instabil (beeinflusst durch Klima- und Zuchtzyklen) und die Preise schwanken stark. Nach der Überlagerung von Zöllen ist es bei der Preisgestaltung der Endprodukte auf dem europäischen und amerikanischen Markt schwierig, mit der asiatischen Konkurrenz zu konkurrieren. Nehmen Sie als Beispiel einen Make-up-Pinsel aus Tierhaaren mit einem Stückpreis von 8 $. Nach der Zollerhöhung stiegen die Exportkosten um 1,2 $. Bei Beibehaltung des ursprünglichen Preises wird die Gewinnmarge von 12 % auf nur noch 4 % sinken und der Überlebensdruck der Unternehmen wird stark zunehmen.

In diesem Zusammenhang werden hochwertige synthetische Bürstenfilamente zum „neuen Motor“ für brasilianische Exporteure. Im Vergleich zu Tierhaaren weisen moderne synthetische Filamente (wie Nylon 6.6, PBT und biobasierte Polyesterfasern) erhebliche Vorteile in Bezug auf Leistung, Kostenkontrollierbarkeit und Marktnachfrage auf. Auf technischer Ebene können hochwertige synthetische Bürstenfilamente durch ein Präzisionsspinnverfahren die Weichheit und Puderaufnahmekraft von Tierhaaren nachahmen und diese sogar hinsichtlich Haltbarkeit (Waschbeständigkeit wird um 30 % erhöht) und antibakteriellen Eigenschaften (Silberionenbeschichtung wird hinzugefügt) übertreffen. Brushtech, ein lokales brasilianisches Unternehmen, hat kürzlich die „EcoSof“-Serie synthetischer Bürstenfilamente auf den Markt gebracht, die aus recyceltem PET hergestellt werden. Die Kosten sind 8 % niedriger als bei herkömmlichem Nylon, aber die Pulvergriffkraft ist um 15 % erhöht. Es hat die EU ECOCERT-Zertifizierung erhalten.

Kosteneffizienz ist ein zentraler Treiber. Die Versorgung mit synthetischen Bürstenfilament-Rohstoffen ist stabil (abhängig von der petrochemischen Industriekette und die Preisschwankung ist geringer als bei Tierhaaren). Nach der Produktion in großem Maßstab können die Stückkosten 12 bis 20 % niedriger sein als bei Tierhaaren. Wenn brasilianische Exporteure ihre Produktstruktur von „dominiert aus Tierhaaren“ auf „synthetische Bürstenfilamente + High-End-Design“ ändern, kann der Stückpreis der Endprodukte von 8 US-Dollar auf 15 bis 20 US-Dollar steigen. Selbst wenn ein 12 %-Tarif überlagert wird, kann die Gewinnspanne immer noch auf über 10 % steigen. Noch wichtiger ist, dass synthetische Bürstenfilamente dem globalen Verbrauchertrend „tierfreundlich“ entsprechen – Daten von Nielsen zeigen, dass der Verkauf von Make-up-Pinselprodukten mit der Kennzeichnung „tierversuchsfrei“ auf dem europäischen und amerikanischen Markt im Jahr 2023 um 22 % steigen wird. Brasilianische Unternehmen können dies nutzen, um in die Lieferkette von High-End-Beauty-Marken (wie Sephora und Ulta) einzusteigen, anstatt sich auf kostengünstige OEMs zu beschränken.

Es bleiben Herausforderungen. Die Herstellung synthetischer Bürstenfilamente erfordert Investitionen in Präzisionsspinnanlagen (eine einzelne Produktionslinie kostet etwa 5 Millionen US-Dollar), was für kleine und mittlere Exporteure eine finanzielle Hürde darstellt; Unzureichende Kapazitäten für Technologieforschung und -entwicklung können zu Produkthomogenität führen. Aber der Branchentrend ist klar: Global Market Insights prognostiziert, dass der weltweite Markt für synthetische Kosmetikbürstenfilamente von 2024 bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,8 % wachsen wird. Wenn Brasilien diese Chance nutzen kann, wird erwartet, dass es sich von einem „Low-Cost-Exporteur“ zu einem „Anbieter von Lösungen mit hoher Wertschöpfung“ wandelt. Maria Silva, Vorsitzende von ABIHPEC, sagte: „Zolldruck erzwingt Innovationen. Synthetische Bürstenfilamente sind kein Kompromiss, sondern die einzige Möglichkeit, die brasilianische Kosmetikbürstenindustrie zu verbessern.“

Sozialer Anteil