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Südafrikas „Black-Owned Beauty“-Bewegung: Lokale Pinselmarken heben einheimische Borstenmaterialien hervor

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  • 2026-01-06 01:32:05

Südafrikas Black-Owned-Beauty-Bewegung: Wie lokale Pinselmarken einheimische Borstenmaterialien hervorheben

Die globale Schönheitsindustrie wurde lange Zeit von westlichen Marken dominiert, doch in Südafrika ist ein gewaltiger Wandel im Gange: Die „Black-Owned Beauty“-Bewegung definiert das Narrativ neu, wobei lokale Make-up-Pinselmarken an der Spitze stehen. Diese Bewegung ist mehr als nur ein Trend, sie ist ein Statement für wirtschaftliche Stärke, kulturellen Stolz und Nachhaltigkeit – alles vereint in dem bescheidenen Make-up-Pinsel, neu interpretiert mit einheimischen Borstenmaterialien, die eine Geschichte vom Reichtum Afrikas erzählen.

South Africa’s

Eine Bewegung, die in ihrem Ziel verwurzelt ist

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Der südafrikanische Schönheitsmarkt war, wie viele andere auf dem Kontinent, in der Vergangenheit auf importierte Produkte angewiesen, was für von Schwarzen geführte Unternehmen kaum Raum zum Gedeihen ließ. Als Reaktion darauf entstand die „Black-Owned Beauty“-Bewegung, die von Unternehmern vorangetrieben wurde, die die Entscheidungsfreiheit über ihre Schönheitsnarrative zurückgewinnen wollten. Für Make-up-Pinselmarken bedeutete dies, über das Umpacken importierter Werkzeuge hinauszugehen und Produkte von Grund auf zu entwickeln, wobei Materialien verwendet wurden, die aus lokalen Ökosystemen stammen und von schwarzen Kunsthandwerkern hergestellt wurden. „Es geht um mehr als nur den Verkauf von Pinseln“, sagt Lindiwe Nkosi, Gründerin der in Johannesburg ansässigen Marke Umthombo Beauty. „Es geht darum zu zeigen, dass Afrika Schönheit nicht nur konsumiert, sondern sie auch schafft.“

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Dieser Fokus auf Indigenität hat tiefes kulturelles Gewicht. Viele einheimische Borstenmaterialien, wie zum Beispiel Venda-Rotaffenhaar oder Kalahari-Melonenfasern, werden seit Generationen in traditionellen Handwerken verwendet, von zeremoniellen Gesichtsbemalungsgeräten bis hin zu textilen Werkzeugen. Durch die Integration dieser in moderne Make-up-Pinsel bewahren Marken das Wissen ihrer Vorfahren und machen es gleichzeitig für die Verbraucher von heute relevant. “Our brushes aren’t just tools—they’re a bridge between our grandmothers’ wisdom and Gen Z’s demand for authenticity,” notes Nkosi.

Die Wissenschaft der einheimischen Borsten: Warum sie eine bessere Leistung erbringen

Über die Symbolik hinaus bieten einheimische Materialien handfeste technische Vorteile gegenüber synthetischen oder importierten Alternativen. Nehmen Sie das rote Affenhaar von Venda, das nachhaltig aus den Wäldern der Provinz Limpopo stammt (geerntet wird nur während der Mauserzeit, um Schäden zu vermeiden). Eine mikroskopische Analyse zeigt, dass seine Fasern feiner sind (12–15 Mikrometer) als normales Ziegenhaar (18–22 Mikrometer), wodurch die Pinsel auf empfindlicher Haut weicher werden – entscheidend für die vielfältige Bevölkerungsgruppe Südafrikas, wo 60 % der Verbraucher über eine Empfindlichkeit gegenüber harten synthetischen Fasern berichten.

Dann gibt es noch die Baobab-Baumfaser, die aus der inneren Rinde des berühmten „Baums des Lebens“ gewonnen wird. Im Gegensatz zu Nylon, das auf Erdöl basiert und nicht biologisch abbaubar ist, sind Baobab-Fasern von Natur aus hohl, was ihre Fähigkeit verbessert, Pulver aufzunehmen und gleichmäßig zu verteilen. „Wir haben Baobab-Pinsel im Vergleich zu Premium-Synthetikpinseln getestet und festgestellt, dass der Baobab-Pinsel 30 % mehr Produkt mit weniger Abfall aufnahm“, sagt Dr. Thabo Molefe, ein Materialwissenschaftler, der mit Imvelo Beauty, einer weiteren führenden lokalen Marke, zusammenarbeitet.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer wichtiger Vorteil. Viele einheimische Materialien sind erneuerbar und umweltfreundlich: Kalahari-Melonenfasern beispielsweise stammen aus den Samenkapseln einer dürreresistenten Pflanze, die zum Wachstum nur minimale Wassermenge benötigt. Dies steht im Einklang mit der weltweiten Verbrauchernachfrage nach umweltfreundlicher Schönheit – laut einem Nielsen-Bericht aus dem Jahr 2024 legen 68 % der südafrikanischen Käufer inzwischen Wert auf Nachhaltigkeit.

Marken, die den Vorreiter sind

Marken wie Umthombo und Imvelo gewinnen bereits an Bedeutung. Umthombos „Heritage Collection“ mit Baobab- und Venda-Haarbürsten wurde 2023 auf den Markt gebracht und war innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Rezensionen loben das „seidige Gefühl“ und das „kulturelle Geschichtenerzählen“ der Pinsel. Ein Kunde schrieb: „Durch die Verwendung dieser Pinsel fühle ich mich mit meinen Wurzeln verbunden, nicht nur mit meiner Routine.“

Imvelo arbeitet unterdessen mit ländlichen Genossenschaften in KwaZulu-Natal zusammen, um Marula-Fruchtfasern zu beschaffen und so Arbeitsplätze für über 200 Frauen zu schaffen. „Mit jedem Pinselverkauf wird ein Gemeinschaftsgarten finanziert“, erklärt Gründer Sipho Mthembu. „Es ist zirkulär: Je mehr Pinsel wir verkaufen, desto mehr investieren wir in die Gemeinden, die unsere Materialien anbauen.“

Die Zukunft der globalen Schönheit gestalten

Die Auswirkungen der südafrikanischen einheimischen Borstenbewegung gehen über die Grenzen hinaus. Internationale Marken, von Fenty Beauty bis Pat McGrath, haben begonnen, Partnerschaften mit lokalen Lieferanten auszuloten, während Nachhaltigkeitszertifizierungen wie der African Organic Standard jetzt Kriterien für die Beschaffung einheimischer Materialien umfassen. „Südafrika gibt einen Plan vor“, sagt Amara Okafor, Analystin für die Schönheitsbranche. „Es beweist, dass ‚lokal‘ nicht ‚Nische‘ bedeutet – es kann ein Motor für Innovation und Rentabilität sein.“

Für Verbraucher ist die Botschaft klar: Ein Make-up-Pinsel kann mehr als nur ein Werkzeug sein. Es kann ein Votum für Gerechtigkeit sein, eine Anspielung auf die Tradition

Sozialer Anteil